Das hier war in meinem Tagebuch ein Eintrag den ich nun aus der laufenden Erzählung heraus genommen habe weil er von der Chronologischen Aufreihung her verwirrend war. Ich werde diesen Teil später an der Richtigen stelle wieder einsortieren.

Nun bin ich 55 Jahre alt und nun das.......

 

Eigentlich wollte ich hier mein Leben veröffentlichen,aber ich befürchte das ein Schiksalsschlag mich daran hindert mein Werk zu ende zu bringen.

Ich habe erfahren das ich Krebs habe und vielleicht keine Chance habe ihn zu überleben.

Am 19.6.07 werde ich erneut ins Krankenhaus gehen und man wird versuchen durch eine weitere Op das schlimmste zu verhindern.

Was mich an der ganzen Sache so unendlich wütend macht ist,das ich den Ärzten immer wieder gesagt habe,das etwas nicht stimmt .Aber alle meinten nur... wissen sie eigentlich was es kostet,sowas auf Verdacht zu untersuchen ?

Und als ich die niederschmetternde Diagnose von einem anderen Arzt erhielt,wurde mein behandelnder Arzt benachrichtigt und da kam der unverschämte Kommentar........denn hätten sie mal früher mit den  Beschwerden kommen müssen.Aber vorher hat er mir immer wieder gesagt ,das alles OK ist und das ich mir das nur einbilde.Er betitelte mich sogar als Simulantin und hat das auch meiner Hausärztin mitgeteilt.

Ich habe mir geschworen,ich werde kämpfen... schon alleine deswegen um diesen Arzt zur Verantwortung zu ziehen.Der Arzt hat vor 2 Jahren bereits einen Patologischen Befund vom Krankenhaus erhalten,aus dem eindeutig draus hervorging das ich gefährdet bin und das ich dringen Operiert werden muß.

Ich habe diesen Arzt in den letzten 2 Jahren mindestens 6 mal Konsultiert und ihm gesagt,das ich nicht verstehen kann das angeblich alles OK sein soll,bei meinen Beschwerden muß ein anderer Befund vorliegen. Aber er hat mich nicht mal untesucht,hat mich als Hypochonderin betitelt und mich zu einem Psychater schicken wollen. Und nun habe ich den Beweis,das bereits vor 2 jahren die ersten Anzeichen zu erkennen waren und das er darüber in Kenntnis gesetzt wurde. Ein Blick von ihm in meine Unterlagen hätte mir vielleicht das Leben retten können.

Und nun erwarten mich diverse schwere Operationen,Chemo und Reha....... wenn ich das überhaubt noch erleben werde.Die Ärztin die meine Krankheit jetzt behandelt,sagte mir......ohne Behandlung gebe ich ihnen noch 6 Monate.... mit OP und weiteren Behandlungen haben sie eine Chance von 50 zu 50.

Ich werde den Strohalm greifen,ich werde mich ans Leben klammern alleine schon deswegen weil ich diesen Arzt dafür haftbar machen will.Der soll nie wieder jemand anders ins verderben schicken.

Ich kann jedem nur empfehlen,verlaßt euch nicht nur auf einen Arzt....... hört auf euren Körper ,und wenn der was anderes sagt,geht zu einem anderen Arzt.

Es kann euch das Leben retten.

Bitte drückt mir die Daumen,das ich die Kraft habe,das alles zu überstehen.Sollte ich es nicht überstehen,endet meine Biographie bereits hier......

Eure Lilly

--NACHTRAG-

Inzwischen ist die OP fast 4 Jahre her, ich habe es überstanden, bis jetzt zumindest. Noch ist das erhöhte Risoko nicht überstanden, aber ich denke Positiv. Der Arzt hat seine Position als Chefarzt verloren. Er hat eine kleine Praxis eröffnet aber er bekam keine Belegbetten mehr. Inzwischen sind auch andere Patienten gegen ihn vorgegangen. Die Ärztekammer hat ihn im Auge.....die Arzthelferinnen kommen und gehen bei ihm....es ist eine Frage der Zeit bis er seine Praxis ganz schließen muss weil er keine Patienten mehr bekommt........... ich find´s gut :-)

 

 

 

 

DANKE DANKE DANKE

 

Allen lieben Lesern die mich mit so vielen lieben und gut gemeinten Wünschen bedacht haben möchte  ich hier von Herzen danken.Ich habe die OP recht gut überstanden. Zwar unter extrem schweren Bedingungen  da mein Herz durch 2 Infarkte und einer Herzmuskelentzündung geschwächt ist und ich ein Lungenemphysem habe. Aber die Ärzte haben wirklich alles getan was machbar war. Die OP hat fast 4 Stunden gedauert und man hat alles raus geholt. Ich trage nun eine 42 cm lange Narbe als Erinnerung daran mit herrum.Aber ich bin diesen bösen Krebs erst einmal los.Nun wird sich herraus stellen ob er gestreut hat und wie es weiter geht. Diese Ungewißheit ist manchmal unerträglich.

Es ist so grausam,wenn man nicht weiß woran man ist.Vor der OP hieß es,das nicht nur die Gebärmutter befallen ist,sondern auch die Blase und evtl. der Darm.Während der Op hat man gemerkt das die Blase und der Darm nichts abbekommen haben.Das war eine unwahrscheinliche Erleichterung für mich.Denn nun besteht die Chance das der Krebs nicht gestreut hat und ich vielleicht geheilt bin. Aber erst einmal muß ich den Pathologischen Befund abwarten. Aber eins weiß ich jetzt schon,es war ein sehr aggresiver Krebs,der schnell gewachsen ist,in 8 Tagen hat er 9,8 cm geschafft.Es war kein Gebärmutterhalskrebs Die Stationsärztin sagte... 2 Tage später wäre er garantiert in der Blase gewesen.Op in letzter Sekunde ? Ich glaube mein Schutzengel hat ein wenig geschlafen und ist noch mal rechtzeitig aufgewacht. Ich klammer mich an den Gedanken und ich hoffe ,das ich nun keine schlechten Nachrichten mehr bekomme.Denn ich weiß,wenn ich den Krebs nicht besiegt habe,werde ich meinem Leidensweg vorzeitig ein Ende setzen.Um mir und meinen Lieben die großen Qualen zu ersparen.

Bitte drückt mir weiterhin kräftig die Daumen..... Danke 

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